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Zentralrat der Juden fordert angemessene Information über Rolle der Reichsbahn im Nationalsozialismus

Der Zentralrat der Juden fordert die Deutsche Bahn auf, angemessen an die Rolle der Reichsbahn bei den Deportationen im Nationalsozialismus zu erinnern.

„Falls ein ICE nach Anne Frank benannt werden sollte, ist es sinnvoll, den Bahnfahrern Informationen über die Rolle der Reichsbahn im Nationalsozialismus und ihre Beteiligung an der Schoa zur Verfügung zu stellen“, sagte Zentralrats-Präsident Josef Schuster dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Reichsbahn hatte zur Nazi-Zeit Millionen Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Schuster unterstützte damit eine Forderung von Ronald S. Lauder, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses. Lauder hatte dem  Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Richard Lutz, einen Brief geschrieben. Darin forderte er ihn auf, Fahrgäste über die Geschichte des Rechtsvorgängers der Deutschen Bahn zu informieren. Eine Bahn-Sprecherin bestätigte dem RND am Dienstag den Eingang des Briefes.