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Zentralrat der Muslime sieht sich bestätigt

Die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie stoßen bei Aiman Mazyek, Zentralrat der Muslime in Deutschland, auf positive Resonanz. Die am Donnerstag vorgestellte Studie bescheinigte der Integration von muslimischen Einwanderern in Deutschland eine gute Entwicklung.

Mazyek: „Wenn wir auf die Integrationsbereitschaft von Muslimen hinweisen, glauben uns das wenige - jetzt haben wir es aber schwarz auf weiß“

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland sieht sich durch die Ergebnisse einer am Donnerstag vorgestellten Studie bestätigt, wonach die Integration von muslimischen Einwanderern gut vorankomme. „Das Ergebnis der Bertelsmann-Studie ist erfreulich, aber keineswegs überraschend. Die öffentliche Debatte über den Islam basiert oft auf Falschbehauptungen und Ängsten. Mit der Wirklichkeit hat der Diskurs über den Islam selten etwas zu tun“, sagte Aiman Mazyek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Studie gebe ein realistisches Bild von Muslimen in Deutschland wider. „Wenn wir auf die Integrationsbereitschaft von Muslimen hinweisen, glauben uns das wenige. Jetzt haben wir es aber schwarz auf weiß“, sagte Mazyek dem RND.

Mazyek kritisiert eine „Soldateska von Islamhassern“

Dass jeder fünfte Nicht-Muslim in der Erhebung angibt, keinen Muslim als Nachbarn haben zu wollen, verwundert Mazyek nicht. „Eine Soldateska von Islamhassern und Pseudoexperten singt seit Jahren im Chor die Mär von der Integrationsunfähigkeit des Islam. Natürlich hat das Folgen für das Denken über Muslime“, sagte Mazyek und hob hervor, dass darunter vor allem fromme Muslime litten.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime warnt trotz der positiven Studienergebnisse vor verfrühtem Optimismus. „Meine Sorge ist, dass sich angesichts vieler Falschaussagen über den Islam Muslime und Nicht-Muslime weiter voneinander entfremden. Die von der Studie hervorgehobene zunehmende Nähe zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen ist kein Selbstläufer“, sagte Mazyek dem RND.