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Zypries kritisiert Unternehmen für mangelnde Förderung von Frauen

. Anlässlich des Internationalen Frauentages hat sich Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisch über die Personalpolitik vieler deutscher Unternehmen geäußert.

„Seit Gerhard Schröders Kanzlerschaft hat die Wirtschaft immer wieder versprochen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen“, sagte Zypries im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Passiert ist zu wenig“, fügte die Ministerin hinzu. Da Freiwilligkeit in der Vergangenheit nicht geholfen habe, sei sie eine Befürworterin der Frauenquote. „Die Mehrheit der M-Dax-Unternehmen gibt sich selbst beim Zielwert für die Frauenquote im Vorstand eine Null“, kritisierte die Sozialdemokratin. „Muss ich mehr sagen?“

Zypries ist die erste Frau an der Spitze des Wirtschaftsministeriums. „Es ist mir wichtig, Frauen in der Wirtschaft öffentlich sichtbarer zu machen“, sagte sie dem RND. „Frauen sind als Angestellte oder Unternehmerinnen in der Wirtschaft sehr erfolgreich, jeden Tag“, fügte die Ministerin hinzu.

„Wir brauchen mehr Frauen in den Chefetagen, mehr Frauen im sogenannten MINT-Bereich und auch mehr Frauen, die sich trauen, ein Unternehmen zu gründen“, forderte Zypries. „Wenn Deutschland künftig aber nicht den Anschluss verlieren will, brauchen wir starke Unternehmerinnen – auch in der IT-Branche“, so die Ministerin weiter. Zypries kündigte an, die Initiative „FRAUEN unternehmen“, die eigentlich im September ausgelaufen wäre, zu verlängern. Sie selbst wolle künftig unter dem Hashtag #StarkeFrauenStarkeWirtschaft bei Facebook und Twitter über positive Erlebnisse mit Frauen in der Wirtschaft berichten.