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Zypries und DIHK warnen Trump

Bundesregierung und Wirtschaftsverbände in Deutschland haben den amerikanischen Präsidenten Donald Trump vor Reisebeschränkungen für ausländische Fachkräfte gewarnt.

Dies könne langfristig insbesondere den USA selbst schaden, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries den Zeitungen des  Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Donnerstag-Ausgaben).

„Deutsche Unternehmen, die zu den größten ausländischen Arbeitgebern in den USA gehören, brauchen hochqualifizierte Fachkräfte“, sagte die Ministerin. Diesen Aspekt werde sie bei ihrer USA-Reise im Mai deutlich machen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gab der Ministerin Rückendeckung. „Die Einreise in die USA ist für Arbeitnehmer deutscher Unternehmen im Vergleich zu anderen wichtigen Handelspartnern schon seit Jahren mit hohem Aufwand verbunden“, sagte DIHK-Geschäftsführer Achim Dercks dem RND. „Von einer noch stärkeren Begrenzung von Fachkräfte-Visa wären deutsche Unternehmen unmittelbar betroffen.“

Dercks erinnerte daran, dass deutsche Unternehmen in den USA derzeit 700.000 Menschen beschäftigten.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag ein Dekret unterzeichnet, um US-Firmen bei Regierungsaufträgen zu bevorzugen und gegen angeblichen Missbrauch bei der Visa-Vergabe an ausländische Fachkräfte vorzugehen.

Dercks betonte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Ohne entsprechendes Visum könnten zum Beispiel keine Ausbilder in die USA geschickt werden, die ihr Wissen an amerikanische Azubis weitergeben.“ Deutsche Unternehmen seien für ihre gute Qualität bei Dienstleistungen nach dem Kauf anerkannt –  dies setze eine gute Schulung des Personals für Bedienung, Wartung und Reparaturen voraus. „Hierfür ist der reibungslose Einsatz von Fachkräften über Landesgrenzen hinweg unersetzlich.“