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Blume: Kruzifix-Kritiker sind „unheilige Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern“

CSU-Generalsekretär Markus Blume hat die Kritiker des bayerischen Kruzifix-Vorstoßes scharf attackiert. „Wer ein Kreuz aufhängt, legt damit ein Bekenntnis ab und muss sich nicht rechtfertigen“, sagte Blume dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Freitagausgaben).

„Ich höre gerade von muslimischen Zuwanderern Verwunderung darüber, wie selbstvergessen wir als Christen mit unserem Glauben umgehen. Bei den Kritikern haben wir es mit einer unheiligen Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern zu tun.“Blume sagte, die Kritik von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt  sei wieder bezeichnend für „die verkehrte Weltsicht“ der Grünen. „Aus der Multikulti-Ecke kommt kein hartes Wort gegen den neuen Antisemitismus, aber gegen christliche Symbole im Alltag wollen sie mit Vehemenz vorgehen“, so der CSU-Generalsekretär.  „Das ist beschämend, wie man die eigenen Werte so verleugnen kann.“ Blume forderte mehr Sensibilität für die eigene Kultur.

Die Interview-Passage im Wortlaut

 

RND: Kritiker sagen, das Kreuz dürfe nicht zu „bayerischer Folklore“ herabgestuft werden. Macht Sie das nicht nachdenklich? Blume: Es macht mich nachdenklich in Bezug auf diejenigen, von denen diese Äußerungen stammen. Wer ein Kreuz aufhängt, legt damit ein Bekenntnis ab und muss sich nicht rechtfertigen. Ich höre gerade von muslimischen Zuwanderern Verwunderung darüber, wie selbstvergessen wir als Christen mit unserem Glauben umgehen. Bei den Kritikern haben wir es mit einer unheiligen Allianz von Religionsfeinden und Selbstverleugnern zu tun.      RND: Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat den Kruzifix-Vorstoß als plumpes Wahlkampfgetöse bezeichnet, das beschämend für Christen sei… Blume: Das ist doch wieder bezeichnend für die verkehrte Weltsicht der Grünen: Aus der Multikulti-Ecke kommt kein hartes Wort gegen den neuen Antisemitismus, aber gegen christliche Symbole im Alltag wollen sie mit Vehemenz vorgehen.  Das ist beschämend, wie man die eigenen Werte so verleugnen kann. Wir sollten kultursensibler sein, das heißt sensibel für die eigene Kultur.   RND: Aus Ihrer Sicht wäre das bayerische Modell mit dem Kruzifix in Behörden auch ein Modell für ganz Deutschland?  Blume: Das muss jedes Bundesland selbst entscheiden. Da gilt die Kulturhoheit der Länder. Wir wollen die Debatte aber weiter führen.