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„Ansprechen, was Bürger in ihrem Alltag beschäftigt”

Der designierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich auch künftig kritisch zur Flüchtlingspolitik äußern. „Wir müssen die Fragen ansprechen, die viele Bürger in ihrem Alltag beschäftigen. Dann sind wir als Union für Deutschland erfolgreich”, sagte Spahn dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Dienstagausgaben).

„Die Herausforderungen der Zuwanderung bleiben eines der wichtigsten Themen dieser Zeit und sie betreffen auch die sozialen Sicherungssysteme.” Spahn sagte, kontroverses Ringen um die richtige Lösung könne die CDU attraktiver machen: „Entscheidend ist, dass wir dann am Ende gemeinsam handeln.” Der CDU-Politiker kündigte an, „als Teil des Teams” weiter zu den wichtigen Themen der Gesellschaft Stellung zu beziehen.

 

Die Interview-Passage im Wortlaut:

RND: Herr Spahn, wenn die SPD der Großen Koalition zustimmt, werden Sie der neue Gesundheitsminister. Ist das die Erneuerung, die die CDU braucht?

Spahn: Wir werden mit einem starken Team in die neue Regierung gehen. Da findet sich die ganze Breite der Union als Volkspartei wieder. Das ist gut. Gemeinsam mit der neuen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wird die CDU sich noch stärker in  inhaltliche Debatten einbringen und diese auch anstoßen. Es geht um unsere programmatische Grundlage für die nächsten 15 Jahre. Dieser Parteitag ist nicht das Ende, sondern der Auftakt für einen grundsätzlichen Erneuerungsprozess unserer Partei.

 

RND: Fürchten Sie sich schon vor der Kabinettsdisziplin, der Sie sich fortan unterwerfen müssen?

Spahn: Ich bin auch jetzt schon als Staatssekretär im Finanzministerium Teil der Regierung. Ich werde als Teil des Teams weiter zu den wichtigen Themen dieser Gesellschaft Stellung beziehen.

 

RND: Wird der Gesundheitsminister Jens Spahn in Zukunft weniger über Migrationsthemen und Flüchtlinge reden als bisher?

Spahn: Ich bin Vertreter eines Wahlkreises, in dem sich die Bürger mit diesen Themen beschäftigen. Ich bin Teil des CDU-Präsidiums, wo wir über diese Fragen debattieren. Die Herausforderungen der Zuwanderung bleiben eines der wichtigsten Themen dieser Zeit und sie betreffen auch die sozialen Sicherungssysteme. Wir müssen die Fragen ansprechen, die viele Bürger in ihrem Alltag beschäftigen. Dann sind wir als Union für Deutschland erfolgreich. Und ich bin davon überzeugt, dass das kontroverse Ringen um die richtige Lösung die CDU attraktiver machen kann. Entscheidend ist, dass wir dann am Ende gemeinsam handeln.