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Nahles greift Juso-Kampagne an

Ein Nein zur Groko kommt für die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles nicht infrage. Die Attacken aus den eigenen Reihen, namentlich der Jusos, kritisiert sie nun erneut auf das Schärfste. Die Jusos „argumentieren mit der Vergangenheit“, findet Nahles. Sie wird nicht müde für die Koalition mit der CDU zu werben.

Die designierte SPD-Chefin und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat die Kampagne der Jusos gegen die Große Koalition scharf angegriffen. „Die Jusos argumentieren mit der Vergangenheit. Ich will nach vorne schauen“, sagte Nahles im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Bei einem Nein zur Groko geben wir das Heft des Handelns aus der Hand.“ Selbst bei einer Minderheitsregierung gebe es eine rechte Mehrheit im Parlament. „In jeder einzelnen Frage müsste eine Mehrheit gefunden werden. Dass dabei am Ende mehr – oder überhaupt – sozialdemokratische Politik herauskommt als auf Grundlage des Koalitionsvertrags, kann niemand ernsthaft glauben“, sagte Nahles. Die Debatte der GroKo-Gegner laufe stark über Emotionen. „Ich empfehle, bei den Fakten zu bleiben“, sagte die 47-Jährige.

Nahles betonte, auch eine knappe Mehrheit bei der Mitgliederbefragung sei ausreichend. „Mehrheit ist Mehrheit“, sagte die SPD-Politikerin, „aber so knapp wird es nicht werden“.