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Andy Weir: Mond wird erste Menschenkolonie jenseits der Erde

Der Autor Andy Weir glaubt daran, dass das Leben auf fremden Planeten bald nicht nur ein Thema für Science-Fiction sein wird.

In seinem einzigen Deutschland-Interview sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Es ist nur eine Frage der Zeit. Früher oder später wird die Technologie so weit sein, Menschen auf den Mars zu verfrachten. Und es wird günstig genug sein, dass die Privatindustrie das realisieren kann. Wenn uns die Menschheitsgeschichte irgendetwas gelehrt hat, dann, dass Menschen überallhin ziehen, wo sie leben können.“

Der 45-Jährige feierte mit seinem Debütroman „Der Marsianer“ (2011) einen Welterfolg, der mit Matt Damon verfilmt wurde. Jetzt erscheint sein neuer Roman „Artemis“, der auf dem Mond spielt. Dort wird Weir zufolge auch in der Realität voraussichtlich die erste Menschenkolonie jenseits der Erde errichtet werden. „Der Mond hat sehr nützliche Rohstoffe, Metalle und Sauerstoff. Und er befindet sich in der Umlaufbahn der Erde, sodass der Weg dahin vergleichsweise kurz ist. Auch variiert die Reisezeit nicht signifikant, anders als beim Mars.“ Er selbst jedoch wolle kein Pionier im Weltall sein. Dem RND sagte er: „Ich schreibe über mutige Menschen, aber ich bin selbst keiner von ihnen. Ich plane mein gesamtes Leben auf der Erde zu verbringen.“