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Giffey fordert mehr Ostdeutsche in den Führungsetagen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) wünscht sich, dass die Einordnung in Ostdeutsche und Westdeutsche irgendwann ein Ende hat. „Hierfür sind aber noch mehr Begegnungen auf Augenhöhe und mehr Präsenz von Ostdeutschen in Führungsebenen des Landes nötig“, sagte Giffey dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch).

„Dass mit mir eine Ostdeutsche am Kabinettstisch sitzt, ist ein wichtiges Signal für Ostdeutschland, weil sich die Leute von mir repräsentiert fühlen. Nach dem Motto: ‚Da sitzt eine von uns.‘ Das ist nicht zu unterschätzen“, sagte die 39-Jährige, die in Brandenburg geboren wurde und zuletzt als Bezirksbürgermeisterin in Berlin-Neukölln gearbeitet hatte.

Sie wisse, was 1989 der tiefe politische Einschnitt im Leben vieler Ostdeutscher verändert habe. „Die in der DDR Geborenen haben alle ein Vorher und ein Nachher in der Biografie. Da waren Welten, die sich öffneten, und Welten, die zusammenbrachen. Ich kann diese Zerrissenheit nachfühlen, auch wenn ich sage: Diese deutsche Einheit war der Glücksfall des letzten Jahrhunderts“, so Giffey gegenüber dem RND.