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Linken-Parteiführung warnt vor CDU-AfD-Regierungsbündnis

Linke-Parteichefin Katja Kipping warnt vor einer CDU-AfD-Regierung in Sachsen ab 2019 als Vorgeschmack auf ein Bündnis auf Bundesebene.

„Ich beobachte bei den sächsischen CDU-Landtagsabgeordneten Kumpelhaftigkeit gegenüber den AfD-Leuten“, sagte Kipping dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochausgabe). „Ich warne davor, dass in Sachsen eine AfD-CDU-Regierung als Blaupause für den Bund ausprobiert wird.“ Auch der Co-Chef der Linken, Bernd Riexinger, hält dieses Modell nicht für ausgeschlossen. „Das hängt davon ab, wie die Auseinandersetzungen darüber in der CDU ausgehen“, sagte er dem RND. „Dieser Kampf tobt und wird erst recht eskalieren, wenn Merkel geht. Der Ausgang ist heute offen.“

Kipping betonte, dass sie um ehemalige Linken-Wähler kämpfen wolle, ohne dabei die Rhetorik der AfD zu übernehmen. „An der Union kann man gut sehen, dass es auch wahltaktisch nichts bringt, die Deutungsmuster der AfD zu übernehmen“, sagte Kipping dem RND. „Wir werden nicht auf den rechten Zeitgeist einschwenken, sondern auf die sozialen Konflikte aufmerksam machen.“