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Luftwaffe kann Nato-Bündnisverpflichtungen nicht voll nachkommen

Die deutsche Luftwaffe kann ihren Nato-Bündnisverpflichtungen nicht mehr voll nachkommen. Von 93 Tornados sind Ende 2017 nur 26 einsatzbereit gewesen. Das geht nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND, Donnerstagausgaben) aus dem zweiten Teil des Jahresrüstungsberichtes des Verteidigungsministeriums hervor, der am Mittwoch im Verteidigungsausschuss vorgestellt worden ist.

Demnach standen der Bundeswehr zum Jahresende nicht einmal mehr die 33 Tornados zur Verfügung, zu deren Abstellung sie sich im Rahmen der schnellen Einsatztruppe der Nato verpflichtet hat. Weitere 31 Tornados soll die Luftwaffe für weniger dringliche Nato-Verpflichtungen bereithalten. Laut Verteidigungsministerium liegt die Einsatzbereitschaft dieses Flugzeugtyps für Nato-Bündnisverpflichtungen bei 41 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für den Eurofighter. Ende 2017 waren von 128 dieser Kampfflugzeuge nur 39 einsatzbereit. Dabei hätten 82 für Nato-Bündnisverpflichtungen einsatzbereit sein müssen, allein 64 für die schnelle Einsatztruppe („High Readiness Forces“). Damit waren letztlich 48 Prozent der für Nato-Verpflichtungen vorgesehenen Eurofighter verfügbar.