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Schulze wirft Autoherstellern Rufschädigung des Standorts Deutschland vor

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat den Autohersteller Audi nach neuen Berichten über Abgasmanipulationen scharf kritisiert. „Dass auch bei so neuen Modellen wie dem Audi A6 und A7 Betrugssoftware verbaut worden sein soll, finde ich - wenn es denn zutrifft - absolut empörend“, sagte Schulze dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwochausgabe).

 „Solche Vorgänge sind Ausdruck unverantwortlichen Managements“, betonte die SPD-Politikerin. Schulze warnte vor schwerwiegenden Folgen für den Industriestandort Deutschland: „Mit derlei Manipulationen verspielen die Autohersteller auch den guten Ruf der deutschen Industrie als Treiber fortschrittlicher Technik. Ich erwarte, dass die deutsche Autoindustrie im Interesse der Umwelt und der Verbraucher Innovationen nach vorne bringt“, betonte Schulze und mahnte rechtliche Konsequenzen an: „Für die Autoindustrie müssen dieselben Regeln gelten wie für jeden anderen auch: Wer betrügt, bekommt es mit dem Rechtsstaat zu tun.“

Laut „Spiegel Online“ hat Audi eine zweite Betrugssoftware verbaut. Betroffen seien 60.000 Autos der als Dienstwagen beliebten Modelle A6 und A7. Dem Bundesverkehrsministerium zufolge gehen die Bundesregierung und das Kraftfahrtbundesamt entsprechenden Hinweisen nach.